Bootreihenfolge im GRUB unter Ubuntu 10.04 ändern

Wer neben Ubuntu auch noch Windows auf einem Rechner betreibt, möchte unter Umständen den Windows-Eintrag an erster Stelle haben. Ab Ubuntu 9.10 hat sich die GRUB-Konfiguration etwas verändert, daher funktioniert die bisherige Methode mit dem Umstellen der Einträge in der menu.lst nicht mehr. Mit dem neu eingeführten GRUB 2 wird die komplette Konfiguration in der grub.cfg durchgeführt.

Hier wird beschrieben, wie Windows vor Ubuntu im GRUB angezeigt wird. Folgende Befehle nacheinander im Terminal absetzen:

cd /etc/grub.d
sudo mv 30_os-prober 09_os-prober
sudo update-grub

Mit dem ersten Befehl wechselt man in das Verzeichnis, der zweite benennt das Skript um, damit es vor dem Standard-Skript 10_linux ausgeführt wird. Der letzte Befehl bringt GRUB bei, dass es eine Umstellung gibt.

Soundproblem mit Audigy SE (CA0106) unter Ubuntu 10.04

Dies ist mal wieder etwas typisch für Ubuntu: Man hat eine Hardware, die einfach nicht funktionieren will. Eigentlich ist alles korrekt befolgt worden, die Ubuntu-Wiki-Seite „Soundprobleme“ wurde gelesen und das Problem ist immer noch da. So erging es mir mit dieser Creative Audigy SE Soundkarte:

Creative Audigy SE 7.1 24 Bit Soundkarte

Diese Soundkarte (Typ SB0570) wird von Ubuntu 10.04 (Lucyd Lynx) als CA0106 erkannt. Sie lieferte keinen Ton und daher recherchierte ich etwas herum, bis ich die Lösung des Problems fand. Folgendes muss getan werden, um sie zum Laufen zu bekommen.

Terminal öffnen und eingeben:

sudo apt-get install gnome-alsamixer 


Danach

gnome-alsamixer


eingeben. Es öffnet sich ein neues Fenster:

In diesem Fenster muss nur der Haken bei „IEC958″ entfernt werden. Falls das nicht so wie auf dem Screenshot aussieht, den Reiter überprüfen. Bei mir ist z.B. parallel noch die ATI-Grafikkarte mit dem HDMI-Ausgang erkannt worden (R6xx). Nach dieser Aktion ist der Sound endlich da!

(Quelle Soundkartenbild: http://cerbyte.com/loja/product_info.php/manufacturers_id/37/products_id/181?osCsid=ee0ef57e0164c77fe99b8a0d69376c1e)

[music] Requiem For A Dream (Leama’s Ambient Mix)

Ein toller Ambient-Track, zu dem man abtauchen und nachdenken kann…

Bootfähigen USB-Stick erstellen (Part I)

Wenn man viel mit Computern arbeitet und diese oft neu aufsetzen muss, oder für Analysezwecke (Virenscan, DBAN, Festplattendiagnose) von CD bootet, dann ist das häufig nervend:

  • CD fehlt
  • CD ist zerkratzt
  • schon wieder eine neue Version von Ubuntu/Knoppix/CentOS?!
  • und schon wieder neue Rohling brennen?
  • CD-Laufwerk spinnt

Dafür bietet sich ein USB-Stick oder eine Speicherkarte perfekt an! Ein  bootfähiger Stick ist schnell erstellt und kostet keine Rohlinge. Ist immer wieder recyclebar (Green IT lässt grüßen*g*) und meist auch schneller als CD’s. Eins vorweg: diese Anleitung ist nur für linuxartige Systeme geeignet (mit ein paar Ausnahmen, ich hab z.B. Acronis True Image nicht bootfähig bekommen), da es den Bootloader Syslinux benutzt.

Hier die Anleitung:

  1. HP USB Disk Storage Format Tool herunterladen
  2. Skriptsammlung herunterladen
  3. Mit dem HP Format Tool die Speicherkarte oder den USB-Stick formatieren
  4. Die Skriptsammlung (usbstick_boot.exe) in den Ort des CD-Images (muss eine ISO-Datei sein!) entpacken
  5. Die Batchdatei „tousbstick.bat“ ausführen
  6. Den Laufwerksbuchstaben des zu beschreibenden Geräts angeben
  7. Nach dem Kopiervorgang in das Verzeichnis vom Stick/Flashkarte wechseln und dort die Datei „2.bat“ ausführen (Achtung Vista/7-User: Rechtsklick -> Als Administrator ausführen!)

Ab jetzt ist der USB-Stick bootfähig und kann verwendet werden um z.B. Ubuntu zu installieren, mit DBAN eine Festplatte zu löschen oder Knoppix für die Fehlersuche zu starten. Wenn der Stick etwas schneller ist, macht es noch viel mehr Spaß damit zu arbeiten, den Geschwindigkeitsunterschied spürt man gewaltig! Und die störenden Spin-Up-Vorgänge des Laufwerks braucht man auch nicht mehr zu ertragen ;-)

XP Mode unter Windows 7 ohne VT Technologie

In den Genuss des XP Mode kamen nur diejenigen, deren CPU’s die Virtualisierungstechnologie unterstützt haben (AMD: AMD-V / Intel: VT). Es gibt zwar immer mehr Prozessoren mit dieser Erweiterung, allerdings kann man trotzdem oft nicht davon profitieren: Viele Notebookhersteller implementieren nicht die nötige Option im BIOS, die dieses Feature freischaltet.

So war das auch mit meinem Notebook (Intel T4200). Mittlerweile hat aber Microsoft dieses Problem erkannt und einen Patch bereitgestellt, der es nun möglich macht, den XP Mode ohne das Virtualisierungsfeature zu nutzen. Zu finden ist er auf

http://www.microsoft.com/windows/virtual-pc/download.aspx

Nach Eingabe der nötigen Daten kommen drei Links dazu:

  • Windows XP Mode
  • Windows Virtual PC
  • Windows XP Mode Update

Das Update ist des Problems Lösung. Wer eine Anleitung braucht, findet in diesem Blog-Eintrag von Tim Borman sehr viele nützliche Informationen.

Code Quality

Code Measurement: WTF per Minute

Das Internet geht mit

Früher war der Ein/Aus-Schalter am heimischen Familienrechner die Stoppstelle für das Internet. Heute ist er nur eine Zubringerstraße zum Handy, Netbook oder iPad. Alles wird darauf getrimmt, mit dem Internet kompatibel zu sein. Alles soll möglichst ungefiltert da hinein, am besten Profilen zugeordnet. Realen Nutzerprofilen. Weil der beste Freund ja unbedingt wissen muss, dass ich mich gerade in Metzingen im einem Outlet-Shop befinde, oder mich in ein städtisches Klo gewagt habe…

Wozu das Ganze? Vernetzte Welt, da war doch was. Alles soll vereinfacht werden. Schnell mal ein Tweet dass ich zur Post gehe, um den Verstärker zu versenden, den ich von einem Bekannten reparieren ließ – und nun bei eBay für stolze 103,52Euro verkauft habe. Selbstverständlich ohne auf die Reparatur hinzuweisen, ist ja alles “neuwertig”, “ohne Macken” und “stets gut gelaufen”. Im StudiVZ oder Gsichtsbuch muss ich gleich in den Buschfunk und das auch stolz von mir geben. Mit etwas Glück stößt der Käufer auf diese ach so toll “vernetzte” Informationen und denkt sich nichts schönes dabei. Die Bewertung wird auch nicht so schön – und die ist leider mit meinem eBay-Konto “vernetzt”.

Ich hab nichts zu verbergen, aber ein privates Leben. Ein Reallife abseits der Datenautobahnen im Netz. Ein echtes Leben mit Leuten, die ich wirklich auch persönlich kenne, die wissen was ich mache und wo ich bin, auch ohne Tweets, foursquare und WhateverVZ. Wer mit mir zu tun haben will, muss mich zumindest anrufen, nicht digital adden, gruscheln, faven, abonnieren, favorisieren. Ich fordere die “analoge Gesellschaft” zurück! Wo man noch fluchte, als es darum ging, ins Internet zu kommen. Manch einer kann sicher immer noch die Tonsequenz pfeifen, die das Modem erzeugt hat… Und das war noch analog!

9jähriger Microsoft Certified Systems Engineer

Ich mit meinen 22 Jahren (IT Student) kann gerade mal rudimentär mit Windows Server Betriebssystemen umgehen, während dieser Kerl schon Microsoft Certified Systems Engineer ist, und mit sechs Jahren schon Systems Administrator war.

Respekt. Da kann man den Hut heben wenn das kein Hoax ist.

Die Macht der Gewohnheit

Dänische Schüler lehnen OpenOffice ab, weil sie sich zu sehr an die Microsoft-Produkte gewöhnt haben. Wenn OpenOffice nicht kostenfrei wäre, würde ich das noch verstehen können.

Manchmal…

Läuft es dumm. Da geht man raus, und muss 10 Minuten das Auto freikratzen. Da geht man einkaufen und der Laden hat vor einer halben Stunde zugemacht. Da schaut man sich einen Film an und die besten Schauspieler sterben. Da zieht man sich ne Socke an und merkt dass sie nicht nur ein Loch hat. Da verletzt man Personen und merkt erst später wie wichtig sie einem eigentlich sind. Oder man hat einfach eins an der Waffel.